Die Arbeit in der Sekundarstufe I

„Wir wollen den ganzen Menschen bilden und nicht nur lehren, was nützlich ist.“ Gemäß dem Motto unseres Schulgründers gestalten wir auch unsere Arbeit in der Sekundarstufe I. So nehmen wir uns neben dem Fachunterricht im Laufe der Jahrgänge 5 bis 10 in verschiedenen Settings Zeit, in denen die Bildung und Entfaltung der Schüler*innenpersönlichkeit, aber auch Querschnittsthemen wie Demokratie-, Umwelt- und Medienbildung fokussiert werden.

Vorab dennoch einige wichtige Informationen zum Fachunterricht. Uns sind die Grundlagen- und Kernfächer wichtig, deshalb unterrichten wir nach der Stundentafel I, in der die Fächer Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik eine etwas höhere Stundenzahl erhalten. Im 5. und 6. Jahrgang fassen wir die Fächer Biologie, Physik und Chemie zum einem Fach Naturwissenschaft zusammen.

Die 2. Pflichtfremdsprache beginnt ab Jahrgang 6. Die Schüler*innen wählen dabei im 2. Halbjahr des 5. Jahrgangs zwischen Französisch, Latein und Spanisch. Die gewählte Sprache kann im Laufe der Sekundarstufe I nicht umgewählt werden. Schnupperunterricht für die Schüler*innen in allen drei Sprachen und eine Infoveranstaltung für die Eltern unterstützen bei der Wahl der geeigneten Fremdsprache.

In den Jahrgängen 5 und 6 ist es uns wichtig, dass die jungen Tellkämpfer*innen an unserer Schule gut ankommen, ihren Platz in der Gemeinschaft finden und sich die Arbeitsformen des Gymnasiums aneignen. Dazu kommen die Schüler*innen eine Doppelstunde in der Woche gemeinsam mit ihren Klassenleitungen zu einer „Tellkampf Teamzeit“ zusammen, in der es mal nicht um Fachunterricht geht, sondern in der die Schüler*innen und ihre Teilhabe an Gruppenprozessen und -aktivitäten im Vordergrund stehen. Im Klassenrat werden die unterschiedlichen Anliegen der Schüler*innen – zunehmend von ihnen selbst moderiert – vorgetragen, diskutiert und ausgehandelt. Auch gemeinsame, von den Schüler*innen initiierte Projekte können geplant und durchgeführt werden.

Zur 7. Klasse bilden wir ganz neue Klassen nach pädagogischen Gesichtspunkten, aber die Schüler*innen werden nach ihren Freundschaftswünschen befragt, die bei der Zuteilung in die neue Klasse berücksichtigt werden können. Wir wollen so einerseits das Gefüge des Jahrgangs stärken, aber auch Unwuchten ausgleichen, die bei der Klassenbildung zur 5. Klasse zwangsläufig entstehen, weil wir die Schüler*innen zu diesem Zeitpunkt kaum kennen.

Ab dem 7. Jahrgang wird das iPad unterrichtsbegleitend eingesetzt, begleitet wird seine Einführung von dem Fach „Medien“, das im 1. Halbjahr erteilt und in dem der sachgerechte und verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien eingeübt wird.

Projektorientiertes, fachübergreifendes und vernetzendes Denken ist uns wichtig. Dazu finden in den einzelnen Jahrgängen verschiedene, für alle Schüler*innen verbindliche Projekte statt.

Im 6. Jahrgang arbeiten die Schüler*innen in den Fächern Deutsch, Kunst und Naturwissenschaften im Zoo-Projekt. Sie verbringen zwei bis drei ganze Schultage im Zoo und verarbeiten ihre Erlebnisse und Erkenntnisse in selbst gestalteten Bildergeschichten und Tiersteckbriefen.

Am Ende des 7. Jahrgangs fahren die Schüler*innen zu einem dreitägigen Waldökologiepraktikum, im 8. Jahrgang steht dann das Projekt „Herausforderung“ an. Im 9. Jahrgang erkunden die Schüler*innen in einem zweiwöchigen Berufspraktikum erstmalig die Arbeitswelt. Im 10. Jahrgang bildet das Europaprojekt einen großen Schwerpunkt. Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie unter der jeweiligen Rubrik.